Wochenplan erstellen in 5 Schritten: Tipps zur stressfreien Planung
Dieser Leitfaden zeigt dir, wie du in 5 Schritten einen übersichtlichen Wochenplan erstellst, der dich produktiver macht und dir zu mehr Lebensbalance verhilft – inklusive Wochenplan Vorlage bzw. einem Wochenplan zum Ausdrucken.
Warum Wochenplanung so wirksam ist
Unser Gehirn liebt Vorhersagbarkeit. Ein Wochenplan schafft genau das: eine Übersicht über das was in der Woche ansteht. Diese Vorhersagbarkeit reduziert gleichzeitig auch Unsicherheit, auf die unser Stresssystem reagiert.
Einen Wochenplan zu erstellen ist eine einfache Methode, um die mentale Last zu reduzieren. Externe Strukturen wie eben ein Wochenplan entlasten dein Arbeitsgedächtnis. Das hat leider nur eine ziemlich begrenzte Kapazität, auch wenn wir im Alltag gerne glauben uns alles möglich ganz sicher merken zu können. Ein Wochenplan wirkt wie ein externer Speicher: Informationen werden ausgelagert, das Arbeitsgedächtnis wird frei für Denken, Problemlösen und Fokus.
Gleichzeitigt kannst du durch die Wochenplanung die vielen Alltagsentscheidungen reduzieren und Prioritäten setzen.
Ein guter Wochenplan ist also ein Navigationswerkzeug für klaren Fokus, realistische Prioritäten und ein ruhiges Gefühl im Kopf. Du stoppst damit die tägliche Neuplanung, reduziert Stress und gewinnt spürbar mehr Struktur im Alltag.
Wochenplan erstellen in 5 Schritten
1. Wochenstruktur erstellen
Immer wieder alles ganz neu zu planen kann sehr anstrengend sein. Stell dir vor, in der Schule hätte jede Woche der Stundenplan gewechselt. Da wärst du wohl auch schnell überfordert gewesen. Geschweige denn die Person, die für die Erstellung des Stundenplans zuständig war und dann immer wieder aufs Neue die zeitlichen Rahmenbedingungen, Verfügbarkeiten und Abhängigkeiten berücksichtigen hätte müssen. Damit du dir das ersparst, macht es meiner Erfahrung nach Sinn eine Wochenstruktur zu entwickeln.
Eine Wochenstruktur ist ein Grundgerüst für deine Woche bestehend aus regelmäßigen Terminen und Zeitblöcken für alle wichtigen Lebensbereiche. Damit strukturierst du nicht nur deine Woche, sondern legst auch eine Struktur für deinen Tagesablauf fest. Du erfährst mehr dazu in meinem Artikel Wie ein Wochenplan dein Leben nachhaltig positiv verändert.
2. Aktuelle Termine prüfen
Bei deiner regelmäßigen Wochenplanung einmal pro Woche prüfst du welche Termine in der kommenden Woche anstehen. Regelmäßige Termine sollten sich bereits in deiner Wochenstruktur als reservierte Zeitblöcke befinden, aktuelle Termine üblicherweise in deinem Kalender, da natürlich nicht alle Termine regelmäßig stattfinden. Ich schaue bei diesem Schritt gerne schon 2-3 Wochen in die Zukunft, um sicherzustellen, dass ich für Termine, die mehr Vorbereitung erfordern, noch genügend Zeit dafür habe.
3. Wochenziele bzw. Prioritäten festlegen
Ein sehr wichtiger Schritt beim Wochenplan erstellen ist die Festlegung von Zielen bzw. Prioritäten. Die meisten von uns haben viele wichtige Dinge zu erledigen, wenn wir aber jede Woche an all unseren wichtigen Vorhaben und Aufgaben arbeiten, haben wir sehr viel begonnen oder halb fertig, aber kaum etwas abgeschlossen.
Ich lege daher gerne eine Priorität der Woche fest. Manche sprechen in diesem Zusammenhang auch von Wochenziel. Ich nenne es bewusst Priorität, weil es mir nicht immer darum geht ein konkretes Ziel zu erreichen (das ist bei größeren Vorhaben auch kaum in einer Woche schaffbar), sondern meine Fokuszeiten (siehe nächster Punkt) insbesondere für meine absolute Priorität zu verwenden, um deutliche Fortschritte zu machen.
Du kannst auch weitere wichtige Aufgaben definieren, falls du lieber an verschiedenen Projekten parallel arbeiten möchtest oder musst.
4. Zeitblöcke mit konkreten Aufgaben befüllen
Durch deine erstellte Wochenstruktur solltest du bereits Zeitblöcke für Fokuszeit, Meetings, Adminaufgaben usw. festgelegt haben. Du kannst in diesem Schritt noch überprüfen, ob die bereits vorhandenen Zeitblöcke zur kommenden Woche passen oder sie noch verändert werden müssen.
Dann planst du abgeleitet von deinen Prioritäten konkrete Aufgaben für die Zeitblöcke ein. Das ist insbesondere für die Fokuszeit essentiell, da das die Zeit ist, in der du deine wichtigsten Vorhaben vorantreibst. Ich arbeite in dieser Zeit an meiner Wochenpriorität (eine für den Hauptjob und eine für die Selbstständigkeit). Den anderen Arbeitsblöcken weise ich noch keine Aufgaben zu, sondern nutze sie tagesabhängig für anfallende To-Dos.
5. Besondere Herausforderungen mitbedenken
Du hast deine Termine gecheckt, deine Prioritäten festgelegt und davon abgeleitet deine Zeitblöcke mit Aufgaben befüllt? Wunderbar. Überlege an dieser Stelle noch, ob du noch etwas beachten solltest bei deiner Wochenplanung. Vielleicht hast du in der kommenden Woche so viele berufliche Termine, dass du kaum Zeit für deine Familie oder deine Erholung hast. Dann überlege schon jetzt, ob es nicht doch eine Möglichkeit gibt, Zeit dafür zu schaffen. Vielleicht kannst du einen nicht so wichtigen Termin ausfallen lassen oder schon jetzt das ganze Wochenende für gemeinsame Aktivitäten oder eine Auszeit reservieren.
Verwendung einer Wochenplanvorlage
Noch einfacher wird die Erstellung eines Wochenplans durch eine Wochenplan Vorlage.
Das kann so aussehen, dass du bereits bestimmte regelmäßige Terminblöcke in deinem Kalendertool als Serientermine erfasst hast und diese nur mehr bei Bedarf verschiebst oder du nutzt eine ausdruckbare Vorlage.
Tatsächlich macht es einen Unterschied, ob du handschriftlich arbeitest oder nur per Tastatur. Es gibt inzwischen einige wissenschaftliche Hinweise darauf, dass uns das Schreiben mit der Hand hilft, Informationen besser zu verarbeiten.
Fazit: Wochenplanung ist nicht schwer und hilft Stress zu reduzieren
Wie du gesehen hast, ist es nicht wirklich kompliziert, die Woche zu planen und dadurch den Alltag etwas stressfreier zu machen. Es sind nur 5 Schritte notwendig:
- Wochenstruktur erstellen (dafür brauchst du sogar nur einmal etwas Zeit, dann verwendest du diese immer wieder).
- Aktuelle Termine prüfen
- Wochenziele / Prioritäten festlegen
- Zeitblöcke mit konkreten Aufgaben befüllen
- Besondere Herausforderungen brücksichtigen
Wichtig ist beim Wochenplan erstellen, die Regelmäßigkeit. Denn nur dann wirst du die Vorteile einer Wochenplanung sowie die damit einhergehende Erleicherung im Alltag spüren.
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